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Ein gutes Buch schreiben: die richtige Software gehört dazu!

Die meisten Bücher werden immer noch mit „Word“ von Microsoft oder dem kostenlosen Pendant „Open Office“ geschrieben. Dabei entsteht zur Zeit eine immer größere Zahl an Schreibprogrammen, die speziell für Autoren und ihre Anforderungen entworfen werden! (Aktualisiert am 29.6.2017)

Wer sich als unabhängiger Indie-Autor mit seinen Werken ins Getümmel der eBook-Shops werfen will, merkt bald: der Qualitätsanspruch der Leser unterscheidet nicht mehr zwischen Verlags- und Selfpublisherliteratur. Stößt ein Leser auf Unstimmigkeiten im Plot, Personenverwechslungen oder gar Rechtschreib- und Grammatikfehler, kann es böse Rezensionen geben, die den Wert (und Rang!) eines Buches ins Bodenlose fallen lassen.

Wer sich ein qualitativ hochwertiges und damit teures Lektorat nicht leisten kann, sollte alle Register der verfügbaren Softwarelösungen ziehen und nutzen. Dazu gehören Projektplanung, exakter Plotentwurf, Personendatenbank und professionelle Rechtschreib- und Grammatikkontrolle, wie sie etwa „Papyrus Autor“ in der aktuellen Version 8 mitbringt.

Word und OpenOffice sind als klassische Bürosoftware für das Schreiben von Büchern nur sehr bedingt geeignet. Es mangelt hier an allen Planungs- und Unterstützungslösungen für Autoren.

Da gefühlt die Mehrzahl von Autoren mit Apple-Computern arbeitet, beginne ich meine Übersicht mit Textprogrammen für Mac und iOS-Geräte (iPhone und iPad).

Scrivener: das Planungs- und Textwerkzeug für Mac und iPhone oder iPad

Scrivener

Gute Planungswerkzeuge liefern Autoren-Textprogramme wie etwa „Scrivener“ für Mac und PC. Scrivener bietet eine gute Ablage für Ideen und Konzepte; die „Projekt“-Struktur, die durch das Programm regelrecht erzwungen wird, kann sowohl bei wissenschaftlichen Arbeiten als auch bei Belletristik wertvolle Dienste leisten. Entwirft man etwa einen Roman, dann wird zunächst ein Plot-Verlauf angelegt, auf Karteikarten entsteht ein Überblick über die Geschichte. Beim Schreiben selbst unterstützt Scrivener den Autor mit einer „Schreibkontrolle“, die jederzeit informiert, wie viele Worte für den jeweilen Bereich der Geschichte schon verfasst wurden. Ein „Drehbuchmodus“ mit speziellen Formatierungen ist ebenfalls enthalten. Scrivener beherrscht den direkten Export in das Kindle „mobi“ oder Tolino und iBookstore „ePub“ Format.

Scrivener bietet eine App-Version für iPad und iPhone. Über die Cloud (etwa Dropbox) lässt sich eine Verbindung herstellen, so dass man an seinem Werk unterwegs am Smartphone weiterschreiben kann. Continue Reading →

Charakter Dynamics – Archetypen und ihre Leitmotive

Die Zeiten, in denen Schriftsteller schlecht und recht von Verlagen alimentiert jahrelang an ihren Werken arbeiten konnten, sind definitiv vorbei. Der heutige Indie-Autor steht unter dem Druck, in stetiger Folge Bücher zu veröffentlichen; sein Werk wird durch Rezensenten öffentlich bewertet. Es gilt also, schnell Geschichten aufzubauen – und gleichzeitig den Leser emotional zu binden und durch gute Charaktere und Storys zu unterhalten.

Mit „Charakter Dynamics“ möchte ich diesen Prozess unterstützen: durch eine einfache, aber stringente Methodik wird die Schaffung von glaubhaften, generischen Archetypen erleichtert, die in der Folge verfeinert und abgewandelt werden können. „Character Dynamics“ unterstützt die Interaktion zwischen Charakteren, hilft bei der Konstruktion von Entwicklungen und Abstürzen – und zeigt auf, wo Leseremotionen geweckt werden können. Continue Reading →

eBook Cover: welche Buchcover verkaufen – und welche nicht?

Ein Buch verkauft über das Cover. Das Cover ist der emotionale Brennpunkt, es erzeugt den unwillkürlichen Klick, es spricht das Bauchgefühl an. Erst in zweiter Linie verkauft ein gut gewählter Buchtitel, ein packender Klappentext und ein guter Rezensionsschnitt. (Aktualisiert am 10.9.2016)

Ihr Buchcover in der Liste

Anders als im Buchladen, wo Verlage die Auslegeplätze für ihre Bücher mieten, Leser darüber stolpern und das Produkt in die Hand nehmen können, ist der Erstkontakt eines Lesers mit Ihrem Buch im Onlineshop oder auf dem eReader eine Liste.

Bei allen Listen im Onlineshop findet ein steter Klickwettbewerb statt. Bei „Kunden kauften auch“, bei „Bestsellern“, „Deals“, „Preishits“ oder „Weitere Artikel für Sie“: der Leser bekommt Cover im Kleinstformat in einer Liste präsentiert.

Unter diesen vielen Miniaturbildchen befindet sich auch Ihres. Wenn im Verhältnis mehr Menschen auf Ihr Cover klicken als auf andere, werden mehr Leser Ihr Buch kaufen oder leihen. Dann wird Ihr Buch in den diversen Listen ansteigen und besser sichtbar präsentiert werden.

Ihr Cover ist das mächtigste und wichtigste Marketinginstrument, das Ihnen zur Verfügung steht. Also empfiehlt es sich, dass Sie sich mit Ihrem Cover beschäftigen und das Bestmögliche für Ihr Buch daraus machen – denn ein Buch, dessen Cover nicht geklickt wird, wird nicht gelesen! Continue Reading →

Self-Publishing und die ganz großen Autoren: ein Streifzug durch die Literaturgeschichte

Wer heute über Self-Publishing mitreden möchte, sollte die historische und technische Dimension kennen, vor deren Hintergrund die Erfolge heutiger Bestseller-Autoren erst möglich sind! (Ein Gastartikel von Ruprecht Frieling)

Viele Autoren, die wir heute gern lesen und zitieren, sind der Nachwelt lediglich aus einem kühlen Grund bekannt: Wir kennen sie, weil sie die Initiative ergriffen und ihr Werk auf eigenes Risiko herausgaben, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie bedienten sich im weitesten Sinne dessen, was wir heute Self-Publishing nennen.

Die Literaturgeschichte ist alles andere als objektiv. Sie verschweigt gern den Anteil der Eigeninitiative, der die Voraussetzung für späteren Erfolg bildet. Da gibt es beispielsweise rund fünfzig Goethe-Biographien im Buchhandel. Aber nur zwei davon halten es für erwähnenswert, dass der Großmeister der deutschen Literatur »Götz von Berlichingen« und »Die Mitschuldigen« auf eigene Rechnung herausbrachte. Ja, warum wohl? Continue Reading →

Ein eigenes Buch schreiben: den Leser fesseln und binden

Sie möchten sehr erfolgreiche Bücher schreiben? Dann vergessen Sie eines nicht: Packen Sie den Leser sofort von Anfang an! Bei der heutigen Konkurrenz, die auf dem Markt existiert, ist es wichtig, den Leser schon mit dem ersten Satz gefangen zunehmen. (Ein Gastbeitrag von Ha. A. Mehler, ein Auszug aus seinem neuesten Buch: Wie schreibe ich einen Bestseller, Band II)

Oft ist der erste Kontakt des Lesers mit einem neuen Buch die „Leseprobe“, die der eBook-Shop zur Verfügung stellt. Der Kampf um den Leser muss also schon auf den ersten Seiten des Buches beginnen – und entschieden werden! Auch die neuen Abrechnungsmodelle („Kindle Leihbücherei“), bei denen der Autor nach der Menge der im Buch gelesenen Seiten bezahlt wird, erfordern eine immer stärkere Bindung des Lesers.

Die Atmosphäre

Es gibt verschiedene Methoden, sofort am Anfang eines Buches Spannung zu erzeugen. Eine klassische Technik besteht darin, Atmosphäre herzustellen.
Atmosphäre allein stimmt den Leser ein, sie animiert, weiterzulesen.
Edgar Allen Poe war ein Meister darin, Atmosphäre zu zaubern, aber auch Edgar Wallace etwa. Es handelt sich um eine Technik, die nach wie vor funktioniert.
Die Atmosphäre umfasst die Tageszeit, das Wetter, auffällig Geräusche und anderen „environmentale“ Details. Schon das wütende Bellen eines Hundes, ein Spinne, die über einen Hauseingang kriecht und ein zu tief herabhängender Ast können „Atmosphäre“ zaubern. Continue Reading →

Ein gutes Buch schreiben: Nur gute Geschichten haben auf Dauer Erfolg beim Leser!

Ein Buch schreiben ist leicht – man muss nur die falschen Wörter weglassen. Das sagte Mark Twain einmal über seinen Beruf. Und er wusste, was er sagte. Denn die Kunst des Streichens von Wörtern kann aus mittelmäßigen durchaus gute Texte machen. (Ein Gastbeitrag von Lutz Kreutzer)

Ein guter Text ist stets der entscheidende Grund, warum ein eBook auf die Dauer seine Leser findet.

Lutz Kreutzer ist Erfolgsautor und Marketing-Experte für eBooks!

Lutz Kreutzer ist Erfolgsautor und Marketing-Experte für eBooks!

In der Literaturbetrachtung gab es immer schon die Begriffsverbindung von Form und Inhalt, also Einbandgestaltung, Satz und Erscheinungsbild eines Buches einerseits; und Sprache, Spannung sowie Aufbau einer Geschichte andererseits. Die Form (Gestalt) bestimmt äußerlich ein Buch, der Inhalt (Gehalt) innerlich. Man kann also sagen, Form ist das Aussehen eines Buchs und Inhalt ist sein Charakter.

Sicherlich ist die Form bedeutend. Wir alle wissen, dass das Buchcover enorm wichtig ist, um die erste Aufmerksamkeit des Lesers zu gewinnen. Gefällt das Cover, wird er den nächsten Schritt tun, nämlich den Klappentext lesen. Dann vielleicht das Buch kaufen. Kommen diese beiden entscheidenden Komponenten also gut an, so kauft der Leser wahrscheinlich das eBook.

Form ist modischen Strömungen unterworfen, Inhalt jedoch hat Bestand – wenn er qualitativ hochwertig ist! Continue Reading →

eBooks verkaufen und Buchmarketing: mein Vortrag am Self-Publishing-Day 2015

Wie vermarkte ich als Autor mein Buch? Wie kann ich mehr eBooks verkaufen? Welche Bücher haben gute Chancen, Bestseller zu werden? Diesen Vortrag zum Thema eBook Publishing und Promotion, Buchmarketing, Selfpublishing und Erfolg im Kindle Shop habe ich am 25. April 2015 zur Eröffnung des „Self Publisher Day“ – Kongresses in Münster gehalten. (Dieser Text entspricht nicht der genauen Mitschrift des Vortrags, sondern enthält auch die „Treppenwitz“-Argumente, die ich gerne gesagt hätte …) (Aktualisiert am 10.11.2017)

Ich organisiere auf meinen Webseiten xtme.de und buchregen.de seit etwa drei Jahren Werbeaktionen für eBooks. Inzwischen habe ich über tausend Promotions für unterschiedliche Titel durchgeführt – manche konnten bis Platz 1 im Kindle Shop ansteigen und sich gut halten; viele konnten gute Midlist-Positionen erreichen und halten; viele konnten den Anfangserfolg nicht dauerhaft umsetzen – und manche konnten schon in der Promotion die Leser nicht wirklich überzeugen. Viele heute bekannte Bestsellerautoren haben ihre ersten Werbeaktionen über xtme durchgeführt.

xtme.de und buchregen.de erreichen inzwischen neben ca. 4.000 täglichen Website-Besuchern und 5.000 Newsletter-Beziehern auch über 40.000 Facebook-Fans. Continue Reading →

eBooks erfolgreich verkaufen: So finden Sie den richtigen Buchtitel

Ein gut gewählter Buchtitel kann Ihrem Werk höhere Aufmerksamkeit verschaffen. Gerade in den „Empfehlungen“, den „Kunden kauften auch“ und Bestsellerlisten hat ein Titel, der Emotionen weckt, anregt oder neugierig macht, bessere Chancen seine Leser zu finden! (Aktualisiert am 10.2.2017)

Das Reizwort im Titel

Leser lassen sich von Emotionen leiten – nicht nur das Cover, auch der Buchtitel kann solche Emotionen erzeugen. „Kalte“ oder nichts sagende Titel laden nicht zum Klick ein!

Reizworte sollten sorgsam gewählt werden. Sie können stark unterstützen – oder unfreiwillig komisch klingen, je nachdem, welches Genre bedient wird. Ob „Sehnsucht“, „Verrat“ oder „Todesangst“: Titel lassen vor den Augen der Leser Geschichten entstehen und können sein Kaufverhalten entscheidend beeinflussen.

Sie können mit Ihrem Titel Reize in den unterschiedlichsten Wertefeldern auslösen: ob Traditionsbewusstsein („Heimat“, „Bescheidenheit“, „Verzeihen“), lustorientierte Lebensfreude („Verlangen“, „Verführen“, „Leidenschaft“), verträumte Fantasien („Mond“, „Wasser“, „Zärtlichkeit“) oder erlebnisorientierte Individualität („Feuer“, „Abenteuer“, „Erobern“) – so können Sie den Leser bereits mit Ihrem Titel fesseln.

Diametral gegensätzliche Reizworte in einem Titel können starke Emotionen auslösen („Engelswut“, „Todesliebe“). Überspannt man aber den Bogen, reagiert der Leser vielleicht mit innerer Abwehr. Continue Reading →

eBooks, Liebe und Sex: Wann gilt mein eBook als „18+“ bzw. jugendgefährdend?

Sie haben einen Roman geschrieben, in dem die Protagonisten auch körperlich zusammenfinden? Wenn Ihr Buch nicht ausschließlich zum Zwecke der Erregung des Lesers verfasst wurde, handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um Pornografie. (Aktualisiert am 3.4.2016)

Sollten sich explizite Szenen in Ihrem Werk finden, die eine positive, lebens- und liebesbetonende Tendenz aufweisen, dann ist es maximal „16+“. Weisen Sie Ihre Leser darauf hin, dass das Buch sinnliche Szenen enthält, denn manche Leser mögen lieber Bücher ohne Sex!

Amazon KDP bietet eine Altersklassifikation für eBooks an. Es geht darum, altersgruppenspezifische Bücher im Suchergebnis anzuzeigen; eine Technik, die vorerst nur in USA und UK verfügbar ist. In dieser Altersklassifikation kann auch “18+“ ausgewählt werden.
Jeder Autor hat somit die Möglichkeit, sein Buch freiwillig als „nur für Erwachsene“ beziehungsweise „jugendgefährdend“ einzuordnen. Continue Reading →

© 2016 Johannes Zum Winkel Kreativberatung