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Ein eBook veröffentlichen – die 10 häufigsten Fragen und Antworten

Wie kann ich mein eigenes Buch veröffentlichen? Wie kann ich mein eBook verkaufen? Was kann ich mit einem eBook verdienen? Wo soll ich mein Buch anbieten?

Was muss ich beachten? Eine aufregende Zeit bricht für die schreibende Zunft an: In einer beispiellosen Welle der Demokratisierung kann jeder Buchautor sein Buch ohne Vorkasse und Verlagsschranke weltweit zum Verkauf anbieten. In den letzten Monaten sind bei mir viele Fragen zum Thema „eBook selbst veröffentlichen“ angekommen. (Aktualisiert am 13.1.2017)


In meinem Interview mit Michael Lutz von „topsecretbooks“ auf der Frankfurter Buchmesse 2016 habe ich einige sehr grundlegende Fragen zur aktuellen und künftigen Entwicklung auf dem eBook-Markt aus Sicht der selbstpublizierenden „Indie Autoren“ beantwortet.

1) Ich will ein Buch veröffentlichen: brauche ich einen Verlag?

Nein, sie brauchen keinen Verlag. Sie können als unabhängiger Autor Ihr Buch jederzeit selbst anbieten und verkaufen. Selbstverständlich müssen Sie alle Einnahmen Ihrem Finanzamt melden – fragen Sie dazu Ihren Steuerberater!

Ich möchte, dass mein Buch in gedruckter Form im Buchhandel verfügbar ist. Dazu muss Ihr Buch im „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ angeführt werden. Das können sie über einen Distributor wie etwa BOD auch im Selbstverlag erreichen. Damit Ihr Buch im Buchhandel auch im Schaufenster ausgelegt wird, müssen Sie entweder selbst den Vertrieb übernehmen, oder mit Ihrem Titel in das Programm eines Publikumsverlags aufgenommen werden. Continue Reading →

Ein Buch zum eBook konvertieren

Bei der Konvertierung Ihres Textes in das „mobi“-Format des Kindle oder das „ePub“-Format des Tolino und anderer eReader wird eine vereinfachte HTML-Webseite erstellt und in eine Datei komprimiert. Das bedeutet, dass viele der ausgeklügelten Layoutmöglichkeiten hochentwickelter Textprogramme nicht übertragen werden können. Wenn Sie Ihr Word-Dokument sorgsam „verschönt“ und angenehm lesbar hergerichtet haben, kann das eventuell sogar eine Konvertierung völlig unmöglich machen. (Aktualisiert am 29.7.2017)

Der eReader präsentiert Ihr Buch „angepasst“ auf die Einstellungen des Lesers. Der Leser kann aus einer Vielzahl von Schriftsätzen und unterschiedlichen Größen der Buchstaben wählen; er kann Ihr Buch im „Quer-“ oder „Hochformat“ lesen; auf dem eReader, dem Tablet oder dem Smartphone. Das bedeutet: bei größer eingestellter Schrifttype „fließt“ der Text anders und das Buch weist mehr „Seiten“ auf. Der eReader verlangt also nach einer möglichst generisch-sauberen Textdatei, um alle unterschiedlichen Darstellungsformen erfüllen zu können. Continue Reading →

Ein gutes Buch schreiben: die richtige Software gehört dazu!

Die meisten Bücher werden immer noch mit „Word“ von Microsoft oder dem kostenlosen Pendant „Open Office“ geschrieben. Dabei entsteht zur Zeit eine immer größere Zahl an Schreibprogrammen, die speziell für Autoren und ihre Anforderungen entworfen werden! (Aktualisiert am 29.6.2017)

Wer sich als unabhängiger Indie-Autor mit seinen Werken ins Getümmel der eBook-Shops werfen will, merkt bald: der Qualitätsanspruch der Leser unterscheidet nicht mehr zwischen Verlags- und Selfpublisherliteratur. Stößt ein Leser auf Unstimmigkeiten im Plot, Personenverwechslungen oder gar Rechtschreib- und Grammatikfehler, kann es böse Rezensionen geben, die den Wert (und Rang!) eines Buches ins Bodenlose fallen lassen.

Wer sich ein qualitativ hochwertiges und damit teures Lektorat nicht leisten kann, sollte alle Register der verfügbaren Softwarelösungen ziehen und nutzen. Dazu gehören Projektplanung, exakter Plotentwurf, Personendatenbank und professionelle Rechtschreib- und Grammatikkontrolle, wie sie etwa „Papyrus Autor“ in der aktuellen Version 8 mitbringt.

Word und OpenOffice sind als klassische Bürosoftware für das Schreiben von Büchern nur sehr bedingt geeignet. Es mangelt hier an allen Planungs- und Unterstützungslösungen für Autoren.

Da gefühlt die Mehrzahl von Autoren mit Apple-Computern arbeitet, beginne ich meine Übersicht mit Textprogrammen für Mac und iOS-Geräte (iPhone und iPad).

Scrivener: das Planungs- und Textwerkzeug für Mac und iPhone oder iPad

Scrivener

Gute Planungswerkzeuge liefern Autoren-Textprogramme wie etwa „Scrivener“ für Mac und PC. Scrivener bietet eine gute Ablage für Ideen und Konzepte; die „Projekt“-Struktur, die durch das Programm regelrecht erzwungen wird, kann sowohl bei wissenschaftlichen Arbeiten als auch bei Belletristik wertvolle Dienste leisten. Entwirft man etwa einen Roman, dann wird zunächst ein Plot-Verlauf angelegt, auf Karteikarten entsteht ein Überblick über die Geschichte. Beim Schreiben selbst unterstützt Scrivener den Autor mit einer „Schreibkontrolle“, die jederzeit informiert, wie viele Worte für den jeweilen Bereich der Geschichte schon verfasst wurden. Ein „Drehbuchmodus“ mit speziellen Formatierungen ist ebenfalls enthalten. Scrivener beherrscht den direkten Export in das Kindle „mobi“ oder Tolino und iBookstore „ePub“ Format.

Scrivener bietet eine App-Version für iPad und iPhone. Über die Cloud (etwa Dropbox) lässt sich eine Verbindung herstellen, so dass man an seinem Werk unterwegs am Smartphone weiterschreiben kann. Continue Reading →

eBooks, Liebe und Sex: Wann gilt mein eBook als „18+“ bzw. jugendgefährdend?

Sie haben einen Roman geschrieben, in dem die Protagonisten auch körperlich zusammenfinden? Wenn Ihr Buch nicht ausschließlich zum Zwecke der Erregung des Lesers verfasst wurde, handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um Pornografie. (Aktualisiert am 3.4.2016)

Sollten sich explizite Szenen in Ihrem Werk finden, die eine positive, lebens- und liebesbetonende Tendenz aufweisen, dann ist es maximal „16+“. Weisen Sie Ihre Leser darauf hin, dass das Buch sinnliche Szenen enthält, denn manche Leser mögen lieber Bücher ohne Sex!

Amazon KDP bietet eine Altersklassifikation für eBooks an. Es geht darum, altersgruppenspezifische Bücher im Suchergebnis anzuzeigen; eine Technik, die vorerst nur in USA und UK verfügbar ist. In dieser Altersklassifikation kann auch “18+“ ausgewählt werden.
Jeder Autor hat somit die Möglichkeit, sein Buch freiwillig als „nur für Erwachsene“ beziehungsweise „jugendgefährdend“ einzuordnen. Continue Reading →

Titelschutz: Wenn der gewünschte Buchtitel vergeben ist – was tun?

Schon zu Beginn der Idee zu meinem Thailand-Roman war mir klar, welchen Titel er tragen soll: „One Night in Bangkok“. Doch dieser Titel ist schon bei einem bekannten Song verwendet worden. (Ein Gastbeitrag von Elke Becker)

Darf ich den Titel einfach nehmen, auch wenn der Inhalt nichts mit dem Liedthema zu tun hat? Natürlich nicht, schon gleich gar nicht, wenn er so bekannt ist!

„One Night in Bangkok“ ist ein Song aus dem Musical „Chess“ von den ABBA-Legenden Björn Ulvaeus und Benny Andersson; interpretiert von Murray Head war der Song 1984/85 zwanzig Wochen lang Platz 1 in den deutschen Single-Charts und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Aber ich wollte diesen Titel für meinen neuen Roman haben!

Also habe ich erst nachgesehen, wie es sich mit dem Titel verhält. Bei der Deutschen Nationalbibliothek kann man prüfen, was im medialen Bereich unter dem Titel aufgelistet wird. In meinem Fall waren es die Musiktitel. Doch wer hielt die Rechte daran? Das ließ sich dort nicht feststellen. Es gab zu viele Coverversionen anderer Interpreten. Continue Reading →

eBook erstellen: Neun gute Schriften für Ihr Buchcover

Eine der besten Quellen für kostenfrei nutzbare, gute Schriften für die Grafik Ihres eBook-Covers ist die US-Website „Fontsquirrel“. Dort finden Sie hunderte Schriften, die Sie direkt für Ihren Titel testen können.

Leider enthalten nicht alle dort verfügbaren Fonts auch Umlaute – hier sollten Sie den „Testdrive“ nutzen, bevor Sie eine Schrift installieren. Beachten Sie auch die Copyright-Hinweise und Nutzungsbestimmungen. Bei einigen Schriften verbietet der Urheber zum Beispiel den kommerziellen Einsatz seines Produktes etwa auf eBook-Covern. Continue Reading →

Ein Buch als eBook veröffentlichen: Lektorat, Konvertierung und Titel

Was die erfolgreichsten Autoren von vielen Selfpublishern unterscheidet, sind vier Einsichten: Ohne Korrektorat und Lektorat geht es nicht; Titel und Cover müssen perfekt und professionell erstellt sein; ein guter Beschreibungs- oder Klappentext ist schwerer zu schreiben als das Buch selbst; und das eBook muss technisch perfekt umgesetzt sein.

So lange Sie auch nur einen dieser Punkte mit einem „kann ich mir nicht leisten“, „dazu fehlt mir die Zeit“ oder „da kenne ich mich nicht aus“ beantworten, sind Sie nicht reif für einen Bestseller. Continue Reading →

Ein Buch für den eBook-Markt schreiben: Zielgruppe und Genre

Welches Thema, welches Genre – für welche Leser soll man schreiben? Der eBook-Markt unterscheidet sich in einigen Bereichen vom herkömmlichen Print-Markt … und ist diesem doch sehr ähnlich!

In den ersten Jahren bis etwa 2012 war der eBook-Markt noch von den Lesern dominiert, die als „Early Adopter“ neue Technologien wie eReader-Geräte, Tablets und Smartphones für sich entdeckten. Solche technikbegeisterte Leser waren zu einem großen Teil männlich – weshalb in den Top 20 der eBook-Shops oft „Männerliteratur“ zu finden war. Continue Reading →

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