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eBook Marketing: Wie verkaufe ich mehr Bücher im Shop?

Von alleine verkauft sich kein Buch. Das liegt auch daran, dass eBooks „immateriell“ sind und dem Händler somit keine Kosten in der Lagerhaltung verursachen. Also wird der eBook-Shop Bücher, die sich nicht verkaufen, nie in den Vordergrund stellen.  (Aktualisiert am 26.1.2015)

Ein eBook-Shop präsentiert vor allem erfolgreiche Produkte, und je erfolgreicher sie sind, desto stärker. Der Betreiber will auf „Nummer sicher“ gehen; es werden hauptsächlich Bücher, die „am meisten gekauft“ oder „von anderen Kunden auch gekauft“, „gut bewertet“ oder „beliebt“ sind, im Shop gut sichtbar präsentiert.
Auch in der Liste „Sie haben angesehen – Ihnen könnten diese Artikel gefallen“ werden Produkte präsentiert, die häufig in dieser und ähnlichen Verknüpfungen gekauft werden.

Unter Umständen erfüllt Ihr eBook keine dieser Voraussetzungen. Es wird kaum „gesehen“ und deshalb auch kaum gekauft. Es befindet sich im „Nirvana“ der ca. 300.000 anderen Bücher im Shop.

Wie findet der Kunde zu Ihrem Buch?

Machen Sie es auf jeden Fall „Such- und Findbar“. Falls es sich um einen Krimi handelt, verwenden Sie die Worte „Krimi“ und „Kriminalroman“ in der Buchbeschreibung – und eventuell auch im Titel. Welche Suchbegriffe bei Amazon oft verwendet werden, können sie einfach eruieren, indem Sie Worte in das Suchfeld eingeben und darauf achten, welche Vorschläge die Suche macht. Achten sie auch auf die Ergebnisse und sehen Sie sich diese Bücher an; oft sind diese „Keywords“ oder Schlüsselworte geschickt eingesetzt!

Verlinken Sie auf Ihr Buch. Mögliche Orte für Buchverlinkungen sind ein eigenes Blog oder eine Autorenwebsite (beachten Sie den Artikel hier auf eBookBoss), Buchbesprechungsblogs, Foren, Facebook, Twitter und Buchmarketingseiten.

Achten Sie stets darauf, sinnvolle Orte für die Verlinkung Ihres Buches zu finden! Gerade in Foren und Facebookgruppen kann ein forsch gesetzter Empfehlungslink wütende Reaktionen hervorrufen.

Ziel dieser Verlinkungen und Empfehlungen ist, dass potentielle Leser auf Ihr Buch bei Amazon klicken – und es dann kaufen.

Eine weitere Möglichkeit, die Amazon seinen „KDP-Select“-Kunden gibt, ist eine zeitbegrenzte Gratisaktion, bei der man schnell Sichtbarkeit herstellen kann – wenn denn die potentiellen Leser tatsächlich auf Ihre Aktion aufmerksam werden. Mehr zu Gratisaktionen lesen Sie hier auf eBookBoss!

Ein paar Worte zur „Offline-Werbung“

Ein Unwort, das vor allem Vertreter „klassischer Medien“ gar nicht gerne hören. Artikel in Lokalzeitungen, Rezensionen im Feuilleton, Interviews in Illustrierten oder im Radio; ein Auftritt im TV; Werbung auf Inseraten in gedruckten Medien oder auf Plakaten; Auftritte auf Messen oder in Buchhandlungen, Lesungen … diese klassischen Werbeformen dienen dem allgemeinen Bekannheitsgrad eines Autors und seiner Werke – und führen selten zu mehr Verkäufen in Online-Shops.

Der Zugang zur „Offline Werbung“ ist beschränkt: so wie der Platz in Zeitungen, Zeitschriften, im Radio, TV oder auf Messen endlich ist; so beschränkt ist auch der Zugang für Autoren zu diesen Werbeformen. Viele klassische Medien beachten zweierlei: den „Newswert“ … und die Verbindung mit bezahlten Inseraten. Der Wert einer Nachricht ergibt sich aus dem Bekanntheitsgrad einer Person („Bestsellerautor“) oder des Verlages; und aus dem „offiziellen“ Rang eines Werkes („Spiegel – Bestsellerliste“). Daraus ergibt sich: Sie werden in die klassischen Medien erst Einlass finden, wenn Sie bereits Erfolgsautor sind oder ein renommierter Verlag hinter Ihnen steht. Oder wenn Sie bereit sind, Anzeigen zu einem vergleichsweise horrenden Preis zu bezahlen.

Die Wirkung von „Offline Werbung“ auf „Online Produkte“ ist oft enttäuschend. Bei jeder Werbeform bringt eine Aktion nur dann Erfolg, wenn sie die richtige Zielgruppe erreicht. Bei „klassischen Medien“ ist in den letzten 20 Jahren eine dauerhafte Alterung der Leser und Seher zu beobachten. Inzwischen ist der Durchschnittsleser einer Tageszeitung 55 Jahre alt. Ähnlich sieht es im „analogen TV“ aus – der durchschnittliche „Tagesschau-Zuschauer“ ist über sechzig, „der Zuschauer“ bei Sat 1 ist gerade zehn Jahre jünger. Sie werden also zum Beispiel mit einem Interview in einer Lokalzeitung viele ältere Mitmenschen erreichen, die zu einem großen Teil weder eBooks noch eReader nutzen. Auch führt der Abdruck eines Links sehr selten zu einem Klick – ein Grund, weswegen in Print Werbung für Websites kaum noch zu finden ist.

Die Wirkung von „Offline Werbung“ auf weitere „Offline Werber“ kann auf Grund des „Kontinuitätsfaktors“ allerdings hoch sein. Möchten Sie etwa in einer Buchhandlung Ihre Bücher platzieren, dann kann ein vorzeigbarer Artikel aus der Lokalzeitung Wunder wirken!

Kauft der Kunde?

Amazon selbst empfiehlt Autoren, sich im eigenen Partnerprogramm anzumelden. Sie können dann Links zu Ihrem Buch mit einem „Affiliate-Tag“ versehen, der einen eventuellen Verkauf Ihnen als Vermittler zuweist. Sie erhalten für jeden erfolgreichen Kauf eine kleine Provision. Viel wichtiger ist aber in diesem Zusammenhang die Information, die Sie von Amazon bekommen: nämlich wie viele Kunden auf welchen Link geklickt und dann gekauft haben.

Auf diese Weise können Sie mit der Zeit ermitteln, welche Werbeform die beste ist – solche Kaufraten variieren von Null bis weit über fünfzig Prozent – je nachdem, welche Kunden Sie tatsächlich angesprochen haben.

Falls Sie Ihren Link bei Facebook, bei Buchempfehlungsblogs, Twitter und Foren gepostet haben und die Leser begierig zugreifen, wird Ihr Buch im Shop-Ranking ansteigen; dem Shop so „Verkaufserfolg“ signalisieren und auch im Shop selbst besser angezeigt werden.

Warum kauft der Kunde nicht?

Ernüchternd ist es natürlich, wenn viele potentielle Kunden Ihr Buch im Shop betrachten – aber dann doch nicht kaufen. Das kann eine Vielzahl von Gründen haben.

Wichtig ist in so einem Fall vor allem eines: hinterfragen Sie sich selbst kritisch und geben Sie nicht dem Kunden die Schuld!

  • Haben Sie Ihren Buchlink bei den richtigen Zielgruppen gepostet?
  • Ist der Titel des Buches zielführend, löst er die richtigen Emotionen aus?
  • Sagt der Klappentext deutlich und klar, um was für eine Geschichte es sich handelt? Probieren Sie auf jeden Fall den Klappentext-Generator auf dieser Seite aus!
  • Spricht das Cover den Leser tatsächlich an? Vergleichen Sie Cover von erfolgreicheren Büchern aus dem gleichen Genre!
Bei all diesen Punkten gilt:
Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

Kauffrequenz und Ranking in den Bestsellerlisten

Ein Shop wie der von Amazon berechnet die „Geschwindigkeit“ eines eBooks: wie viele Exemplare werden pro Stunde verkauft? Aus diesem Wert wird das Ranking im Shop berechnet. Steigt das Ranking, ist es möglich, in einer der vielen Bestseller-Listen angezeigt zu werden.

Es empfiehlt sich also, viele Werbemaßnahmen für ein eBook so zu bündeln, dass in kurzer Zeit viele eBooks verkauft werden – fünfzig verkaufte Bücher pro Monat sind schön, bedeuten aber für das Ranking ein bis zwei Verkaufte pro Tag. Das reicht nicht, um einen Platz an der Sonne zu erreichen.

Schafft man es, fünfzig Bücher an einem Tag zu verkaufen, schnellt das Produkt auf einen Rang um 200 im Kindle Shop. Damit kann in manchen Bestsellerlisten sogar ein Top 1 Erfolg erreicht werden. Für Krimis oder Liebesromane reicht diese Verkaufsmenge allerdings noch nicht.

Um ein Gefühl für Ihre Verkaufsplattform zu bekommen, sollten Sie die Kindle-Bestsellerlisten durchforsten, sich die Bücher auf den Positionen eins, zehn und zwanzig genauer ansehen und die absoluten Rangpositionen vergleichen.

Um bei einer Werbeaktion eine gute Ausgangsposition zu haben, sollten Sie für Ihr Produkt ein leichter erreichbares und ein schwierigeres Genre auswählen. Beispielsweise „Belletristik / Liebesromane“ und „Belletristik / Dramatik“ oder auch „Reise und Abenteuer“.

Nehmen wir das Beispiel „Liebesromane“ und „Reise und Abenteuer“. In „Reise und Abenteuer“ können sie (Stand Juni 2014) mit einem Gesamtrang von 1.000 in die Top 20 einsteigen – das erreichen Sie mit 25 bis 30 Verkauften an einem Tag. Damit schaffen Sie Sichtbarkeit auf der ersten Seite einer Bestsellerliste.

Um bei „Liebesromane“ Platz 20 zu erobern, müssen Sie einen Gesamtrang von etwa 50 im Kindle Shop schaffen. Das bedeutet etwa 150 Verkaufte pro Tag. Das ist mit Werbemaßnahmen von außen nur mit sehr hohem finanziellen Aufwand zu schaffen – gehen Sie also lieber den Weg über die „Hühnerleiter“ und nutzen Sie Ihre zwei möglichen Bestsellergenres weise!

Diese Bestsellergenres können Sie nicht direkt über die KDP-Plattform anwählen, weil die dort angegebenen Genres mit den Kategorien im Shop nichts zu tun haben. Dazu schreiben Sie ein Anforderung an den KDP-Support.

Für all diese Dinge fehlt mir Zeit und Erfahrung!

Wenn beides fehlt, dann lassen Sie sich beraten. Seien Sie sich bewusst, dass das Geld kostet – es wird Ihnen aber auch potentiell Geld einbringen! Hier können Sie mich direkt per Mail zu Leistungen und Konditionen kontaktieren!

Zusammenfassung:

  • Wenn sich Ihr Buch nicht verkauft, wird Ihnen der Shop selbst nicht zur Seite stehen
  • Gewinnen Sie Kunden für Ihr Buch über Verlinkungen auf Ihre Buchseite im Shop
  • Verfolgen Sie den Erfolg Ihrer Verlinkungen über das Amazon Partnernet
  • Optimieren Sie sowohl die Werbelinks als auch das Buch selbst – erhöhen Sie die Kaufrate!
  • Bündeln Sie Werbemaßnahmen, um eine hohe Verkaufsgeschwindigkeit zu erreichen!
  • Wählen Sie die Bestsellergenres, in denen Ihr Buch erscheinen soll, sorgfältig und gezielt aus!
  • Holen Sie sich Hilfe und Beratung, wenn Sie selbst keine Zeit aufbringen können.

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4 Responses to eBook Marketing: Wie verkaufe ich mehr Bücher im Shop?

  1. Carla 4. Oktober 2015 at 9:25 #

    Sehr gut gefiltert, vielen Dank.

  2. stefan 17. Juli 2015 at 17:12 #

    Sehr guter Hinweis auf die Nischen-Genres. Ich habe mal recherchiert unter Fachbücher-Geschichtswissenschaften-Mittelalter. Und was steht da auf Platz 1? Ein historischer Roman. Derselbe Roman steht auch auf Platz 1 bei Politik/Geschichte-Epochen-Mittelalter. Ist das Strategie?

  3. Dennis 28. Dezember 2014 at 0:16 #

    Wiederum ein guter Artikel aber doch denke ich hätte man in die online- und auch offlinewerbung etwas besser einsteigen können. Haben Sie selber ebooks veröffentlicht (englisch oder deutsch)?

    • Johannes
      Johannes 5. Januar 2015 at 14:37 #

      Hallo Dennis, ich habe über xtme.de inzwischen über 700 Titel in der Promotion gehabt. Immer eBooks mit dem Schwerpunkt Kindle. Aus dieser Erfahrung entstand dieser Artikel.

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