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Ein gutes Buch schreiben: die richtige Software gehört dazu!

Die meisten Bücher werden immer noch mit „Word“ von Microsoft oder dem kostenlosen Pendant „Open Office“ geschrieben. Dabei entsteht zur Zeit eine immer größere Zahl an Schreibprogrammen, die speziell für Autoren und ihre Anforderungen entworfen werden! (Aktualisiert am 15.5.2018)

Wer sich als unabhängiger Indie-Autor mit seinen Werken ins Getümmel der eBook-Shops werfen will, merkt bald: der Qualitätsanspruch der Leser unterscheidet nicht mehr zwischen Verlags- und Selfpublisherliteratur. Stößt ein Leser auf Unstimmigkeiten im Plot, Personenverwechslungen oder gar Rechtschreib- und Grammatikfehler, kann es böse Rezensionen geben, die den Wert (und Rang!) eines Buches ins Bodenlose fallen lassen.

Wer sich ein qualitativ hochwertiges und damit teures Lektorat nicht leisten kann, sollte alle Register der verfügbaren Softwarelösungen ziehen und nutzen. Dazu gehören Projektplanung, exakter Plotentwurf, Personendatenbank und professionelle Rechtschreib- und Grammatikkontrolle, wie sie etwa „Papyrus Autor“ in der aktuellen Version 8 mitbringt.

Auch der Export für eBook- und Printdateien wird von moderner Autorensoftware angeboten. Damit spart sich ein Autor nervige Konvertierungen und unliebsame Überraschungen, die beim Upload von Word-Dokumenten bei Kindle KDP schon mal passieren können.

Word und OpenOffice sind als klassische Bürosoftware für das Schreiben von Büchern nur sehr bedingt geeignet. Es mangelt hier an allen Planungs- und Unterstützungslösungen für Autoren.

Da gefühlt die Mehrzahl von Autoren mit Apple-Computern arbeitet, beginne ich meine Übersicht mit Textprogrammen für Mac und iOS-Geräte (iPhone und iPad).

Scrivener: das Planungs- und Textwerkzeug für Mac und iPhone oder iPad

Scrivener

Gute Planungswerkzeuge liefern Autoren-Textprogramme wie etwa „Scrivener“ für Mac und PC. Scrivener bietet eine gute Ablage für Ideen und Konzepte; die „Projekt“-Struktur, die durch das Programm regelrecht erzwungen wird, kann sowohl bei wissenschaftlichen Arbeiten als auch bei Belletristik wertvolle Dienste leisten. Entwirft man etwa einen Roman, dann wird zunächst ein Plot-Verlauf angelegt, auf Karteikarten entsteht ein Überblick über die Geschichte. Beim Schreiben selbst unterstützt Scrivener den Autor mit einer „Schreibkontrolle“, die jederzeit informiert, wie viele Worte für den jeweilen Bereich der Geschichte schon verfasst wurden. Ein „Drehbuchmodus“ mit speziellen Formatierungen ist ebenfalls enthalten. Scrivener beherrscht den direkten Export in das Kindle „mobi“ oder Tolino und iBookstore „ePub“ Format.

Die Erzeugung von eBooks kann mit Scrivener sehr detailliert vorgegeben werden – allerdings nur mit „globalen Befehlen“. Es kann zum Beispiel die Größe, Position und grafische Darstellung von den Kapitelüberschriften exakt festgelegt werden; aber immer für das gesamte Dokument. Denn es gibt bei Scrivener keine herkömmliche „Textdatei“.

Anders als bei den weit verbreiteten Textprogrammen wie etwa „Word“ oder „Papyrus“ gibt es bei Scrivener kein „Dokument“, in dem der ganze Text enthalten ist. Ähnlich wie bei „Patchwork“ (siehe unten) besteht ein Text aus den einzelnen Kapiteln oder Szenen. Erst beim „Export“ werden diese Textteile dann zusammengesetzt. Will man also zum Beispiel für ein Lektorat den Text als Word-Datei weitergeben, muss ein solcher Export durchgeführt werden. Ob es sich danach noch lohnt, den bearbeiteten Text wieder für Scrivener auseinanderzunehmen, muss jeder Autor für sich entscheiden. Selbstverständlich kann eine Scrivener-Datei auch für eine Korrektur weitergegeben werden, der Lektor muss dann logischerweise auch über Scrivener verfügen.

Diese strikte Aufteilung des Textes in einzelne Fragmente bedeutet für den Nutzer von Scrivener ein gewisse Umgewöhnung; schließlich kann man etwa vom dritten Kapitel nicht einfach ans Ende des zweiten „hochscrollen“, sondern muss in diesem Fall eben das zweite Kapitel anklicken und dort ans Ende gehen. Hat man sich allerdings mit dieser Arbeitsweise vertraut gemacht, erlaubt Scrivener eine viel transparentere Navigation im Dokument. Autoren, die schon mal mit einem hunderte Seiten langen Worddokument gearbeitet haben, dürften das zu schätzen wissen.

Scrivener bietet eine App-Version für iPad und iPhone. Über die Cloud (etwa Dropbox) lässt sich eine Verbindung herstellen, so dass man an seinem Werk unterwegs am Smartphone weiterschreiben kann. Continue Reading →

Ein eigenes Buch schreiben: Writers App 2.0 – Geschichten auf iPad und iPhone planen und erstellen

Die Writers App – eine App zum einfachen Erfassen von Ideen und Notizen für Autoren – startete 2011. Heute, knapp vier Jahre nach Erscheinen dieser ersten Version, ist die Entwicklung von Writers App 2.0 abgeschlossen und im App Store für iPhone und iPad verfügbar. (Ein Gastartikel von Thomas Sillmann)

Thomas Sillmann

Thomas Sillmann

Zeit für mich, einmal zurückzuschauen und gleichzeitig einen Ausblick auf die Neuerungen und Verbesserungen für Autoren und Schriftsteller der neuen Version 2.0 von Writers App zu geben.
Ich entwickelte die „Writers App 1“ 2011. Drei Jahre später, als der Startschuss für meine Selbstständigkeit fiel, entsprach die „Writers App“ nicht mehr meinen Vorstellungen. Es war nicht mehr die App, die ich heute auf meinem iPhone und iPad benutzen wollte, um meine Kurzgeschichten und Novellen zu planen und zu strukturieren … Continue Reading →

© 2016 Johannes Zum Winkel Kreativberatung