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eBook Marketing: Sinn und Unsinn von Gratisaktionen

Anders als bei gedruckten Büchern steht hinter eBooks kein Material- und Herstellungswert. Man kann eBooks verschenken – und es entstehen dadurch keine Kosten. Das führt dazu, dass fast jeder eBook-Shop auch Gratis-eBooks anbietet. Doch was kann man dabei falsch machen? Was nützt eine Kostenlos-Aktion? (Aktualisiert am 6. Juli 2017)

Amazon erlaubt in seinem Kindle-Select Programm den Autoren, ihre Bücher an bis zu fünf Tagen im Quartal gratis anzubieten – und unterstützt diese Verschenkaktionen mit gut sichtbaren „Gratis Bestseller“-Listen, die direkt neben den Verkaufsbestsellern angezeigt werden. Jeder Verlagsanbieter oder Distributor kann Bücher auch dauerhaft gratis anbieten – was oft „XXL-Leseproben“ und erste Teile von Serials betrifft. Continue Reading →

Ein gutes Buch schreiben: die richtige Software gehört dazu!

Die meisten Bücher werden immer noch mit „Word“ von Microsoft oder dem kostenlosen Pendant „Open Office“ geschrieben. Dabei entsteht zur Zeit eine immer größere Zahl an Schreibprogrammen, die speziell für Autoren und ihre Anforderungen entworfen werden! (Aktualisiert am 15.5.2018)

Wer sich als unabhängiger Indie-Autor mit seinen Werken ins Getümmel der eBook-Shops werfen will, merkt bald: der Qualitätsanspruch der Leser unterscheidet nicht mehr zwischen Verlags- und Selfpublisherliteratur. Stößt ein Leser auf Unstimmigkeiten im Plot, Personenverwechslungen oder gar Rechtschreib- und Grammatikfehler, kann es böse Rezensionen geben, die den Wert (und Rang!) eines Buches ins Bodenlose fallen lassen.

Wer sich ein qualitativ hochwertiges und damit teures Lektorat nicht leisten kann, sollte alle Register der verfügbaren Softwarelösungen ziehen und nutzen. Dazu gehören Projektplanung, exakter Plotentwurf, Personendatenbank und professionelle Rechtschreib- und Grammatikkontrolle, wie sie etwa „Papyrus Autor“ in der aktuellen Version 8 mitbringt.

Auch der Export für eBook- und Printdateien wird von moderner Autorensoftware angeboten. Damit spart sich ein Autor nervige Konvertierungen und unliebsame Überraschungen, die beim Upload von Word-Dokumenten bei Kindle KDP schon mal passieren können.

Word und OpenOffice sind als klassische Bürosoftware für das Schreiben von Büchern nur sehr bedingt geeignet. Es mangelt hier an allen Planungs- und Unterstützungslösungen für Autoren.

Da gefühlt die Mehrzahl von Autoren mit Apple-Computern arbeitet, beginne ich meine Übersicht mit Textprogrammen für Mac und iOS-Geräte (iPhone und iPad).

Scrivener: das Planungs- und Textwerkzeug für Mac und iPhone oder iPad

Scrivener

Gute Planungswerkzeuge liefern Autoren-Textprogramme wie etwa „Scrivener“ für Mac und PC. Scrivener bietet eine gute Ablage für Ideen und Konzepte; die „Projekt“-Struktur, die durch das Programm regelrecht erzwungen wird, kann sowohl bei wissenschaftlichen Arbeiten als auch bei Belletristik wertvolle Dienste leisten. Entwirft man etwa einen Roman, dann wird zunächst ein Plot-Verlauf angelegt, auf Karteikarten entsteht ein Überblick über die Geschichte. Beim Schreiben selbst unterstützt Scrivener den Autor mit einer „Schreibkontrolle“, die jederzeit informiert, wie viele Worte für den jeweilen Bereich der Geschichte schon verfasst wurden. Ein „Drehbuchmodus“ mit speziellen Formatierungen ist ebenfalls enthalten. Scrivener beherrscht den direkten Export in das Kindle „mobi“ oder Tolino und iBookstore „ePub“ Format.

Die Erzeugung von eBooks kann mit Scrivener sehr detailliert vorgegeben werden – allerdings nur mit „globalen Befehlen“. Es kann zum Beispiel die Größe, Position und grafische Darstellung von den Kapitelüberschriften exakt festgelegt werden; aber immer für das gesamte Dokument. Denn es gibt bei Scrivener keine herkömmliche „Textdatei“.

Anders als bei den weit verbreiteten Textprogrammen wie etwa „Word“ oder „Papyrus“ gibt es bei Scrivener kein „Dokument“, in dem der ganze Text enthalten ist. Ähnlich wie bei „Patchwork“ (siehe unten) besteht ein Text aus den einzelnen Kapiteln oder Szenen. Erst beim „Export“ werden diese Textteile dann zusammengesetzt. Will man also zum Beispiel für ein Lektorat den Text als Word-Datei weitergeben, muss ein solcher Export durchgeführt werden. Ob es sich danach noch lohnt, den bearbeiteten Text wieder für Scrivener auseinanderzunehmen, muss jeder Autor für sich entscheiden. Selbstverständlich kann eine Scrivener-Datei auch für eine Korrektur weitergegeben werden, der Lektor muss dann logischerweise auch über Scrivener verfügen.

Diese strikte Aufteilung des Textes in einzelne Fragmente bedeutet für den Nutzer von Scrivener ein gewisse Umgewöhnung; schließlich kann man etwa vom dritten Kapitel nicht einfach ans Ende des zweiten „hochscrollen“, sondern muss in diesem Fall eben das zweite Kapitel anklicken und dort ans Ende gehen. Hat man sich allerdings mit dieser Arbeitsweise vertraut gemacht, erlaubt Scrivener eine viel transparentere Navigation im Dokument. Autoren, die schon mal mit einem hunderte Seiten langen Worddokument gearbeitet haben, dürften das zu schätzen wissen.

Scrivener bietet eine App-Version für iPad und iPhone. Über die Cloud (etwa Dropbox) lässt sich eine Verbindung herstellen, so dass man an seinem Werk unterwegs am Smartphone weiterschreiben kann. Continue Reading →

eBook Cover: welche Buchcover verkaufen – und welche nicht?

Ein Buch verkauft über das Cover. Das Cover ist der emotionale Brennpunkt, es erzeugt den unwillkürlichen Klick, es spricht das Bauchgefühl an. Erst in zweiter Linie verkauft ein gut gewählter Buchtitel, ein packender Klappentext und ein guter Rezensionsschnitt. (Aktualisiert am 10.9.2016)

Ihr Buchcover in der Liste

Anders als im Buchladen, wo Verlage die Auslegeplätze für ihre Bücher mieten, Leser darüber stolpern und das Produkt in die Hand nehmen können, ist der Erstkontakt eines Lesers mit Ihrem Buch im Onlineshop oder auf dem eReader eine Liste.

Bei allen Listen im Onlineshop findet ein steter Klickwettbewerb statt. Bei „Kunden kauften auch“, bei „Bestsellern“, „Deals“, „Preishits“ oder „Weitere Artikel für Sie“: der Leser bekommt Cover im Kleinstformat in einer Liste präsentiert.

Unter diesen vielen Miniaturbildchen befindet sich auch Ihres. Wenn im Verhältnis mehr Menschen auf Ihr Cover klicken als auf andere, werden mehr Leser Ihr Buch kaufen oder leihen. Dann wird Ihr Buch in den diversen Listen ansteigen und besser sichtbar präsentiert werden.

Ihr Cover ist das mächtigste und wichtigste Marketinginstrument, das Ihnen zur Verfügung steht. Also empfiehlt es sich, dass Sie sich mit Ihrem Cover beschäftigen und das Bestmögliche für Ihr Buch daraus machen – denn ein Buch, dessen Cover nicht geklickt wird, wird nicht gelesen! Continue Reading →

eBook Cover: Fotos und Urheberrechte

Nur das beste Bild ist für Ihr Cover gut genug! Ein gutes Cover gibt den Wert Ihres Buches wieder und wird letztendlich über den Verkaufserfolg im Shop entscheiden.

Ihr Cover wird den meisten Käufern im Shop als „Briefmarke“ in diversen Listen unterkommen. In der Darstellung „Kunden kauften auch“ wird Ihr eBook in einer Größe von etwa 60 x 90 Pixeln angezeigt. Ist Ihr Cover in dieser Darstellungsgröße noch gut erkennbar? Wirkt die Abbildung auf Ihrem Cover? Kann man den Titel entziffern? Wird Ihr Buch auch in der Schwarz-Weiß-Darstellung auf dem Paperwhite oder Kindle 4 erkennbar präsentiert? Continue Reading →

eBook Marketing: Welche Bücher Bestseller werden

Oft wird behauptet: ein eBook zu veröffentlichen ist wie der Kauf eines Lottoscheines. Hat man großes Glück, kann man einen Millionengewinn ziehen.

Das ist falsch! Anders als bei der staatlichen Lotterie, bei der jedes Los die absolut gleiche, garantierte Chance auf einen Gewinn hat, gibt es im eBook-Shop eine solche Garantie nicht. Beim Lotto wird tatsächlich ein Teilnehmer zufällig gezogen. Im eBook-Shop gelten andere Regeln. Continue Reading →

eBook Marketing: einen guten Klappentext schreiben

Sie erzählen in Ihrem Buch eine Geschichte, weil Sie damit etwas mitteilen wollen. Sie bedienen sich dabei einer Reihe von Werkzeugen: Protagonisten, Dialoge, Wendungen, Kulissen und Zeitebenen. Dass Sie diese Werkzeuge benutzen, ist gut und unumgänglich für eine Geschichte. Aber die Werkzeuge sagen im seltensten Fall etwas über den Kern des Buches aus – und genau dieser Kern gehört in den Klappentext! (Aktualisiert am 11.6.2016)

Eine beliebte urbane Legende erzählt, dass der legendäre Apple-Boss Steve Jobs gerne während der Liftfahrt zum nächsten Stockwerk zufällig eingestiegene Mitarbeiter befragte, woran sie denn gerade arbeiten würden – „So what have you done for Apple lately?“. Die Zeit mit dem Boss erlaubte in diesem Umfeld nur wenige Sekunden für die Antwort. War Jobs nicht überzeugt, feuerte er Mitarbeiter, sprengte Arbeitsgruppen und stellte Projekte ein. Continue Reading →

eBook Marketing: Wie verkaufe ich mehr Bücher im Shop?

Von alleine verkauft sich kein Buch. Das liegt auch daran, dass eBooks „immateriell“ sind und dem Händler somit keine Kosten in der Lagerhaltung verursachen. Also wird der eBook-Shop Bücher, die sich nicht verkaufen, nie in den Vordergrund stellen.  (Aktualisiert am 26.1.2015)

Ein eBook-Shop präsentiert vor allem erfolgreiche Produkte, und je erfolgreicher sie sind, desto stärker. Der Betreiber will auf „Nummer sicher“ gehen; es werden hauptsächlich Bücher, die „am meisten gekauft“ oder „von anderen Kunden auch gekauft“, „gut bewertet“ oder „beliebt“ sind, im Shop gut sichtbar präsentiert.
Auch in der Liste „Sie haben angesehen – Ihnen könnten diese Artikel gefallen“ werden Produkte präsentiert, die häufig in dieser und ähnlichen Verknüpfungen gekauft werden.

Unter Umständen erfüllt Ihr eBook keine dieser Voraussetzungen. Es wird kaum „gesehen“ und deshalb auch kaum gekauft. Es befindet sich im „Nirvana“ der ca. 300.000 anderen Bücher im Shop.

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Der eBook-Markt, das liebe Geld und die Nischengenres

Oft wird gesagt: gerade im elektronischen Publizieren bekommt die Nische ihre Chance! Das stimmt – und stimmt auch gleichzeitig wieder nicht. Hier versuche ich, auf diesen Aspekt kurz einzugehen.

Zur Zeit stehen im deutschen Kindle-Shop etwa 300.000 deutschsprachige eBooks zur Verfügung; davon etwa 70.000 belletristische Werke. Die Mehrzahl der eBooks verteilt sich also auf so genannte „Nischen“. Pro Woche kommen etwa 15.000 neue Bücher dazu. Continue Reading →

Ein Buch als eBook vermarkten: die wichtigsten Schritte

Sie haben ein Buch geschrieben, als eBook konvertiert und beispielsweise über KDP („Kindle Direct Publishing“) im größten eBook-Shop veröffentlicht. Was nun?

Es gibt ca. 300.000 eBooks (Stand Juni 2014) im deutschen Kindle Shop; es kommen wöchentlich tausende dazu. Ihres ist eBook Nr. 300.001. In diesem Ozean ist Ihr Buch der buchstäbliche Tropfen. Wie können Sie darauf aufmerksam machen, Verkäufe generieren, in der Masse sichtbar werden?
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