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Ein gutes Buch schreiben: die richtige Software gehört dazu!

Die meisten Bücher werden immer noch mit „Word“ von Microsoft oder dem kostenlosen Pendant „Open Office“ geschrieben. Dabei entsteht zur Zeit eine immer größere Zahl an Schreibprogrammen, die speziell für Autoren und ihre Anforderungen entworfen werden! (Aktualisiert am 10.2.2016)

Wer sich als unabhängiger Indie-Autor mit seinen Werken ins Getümmel der eBook-Shops werfen will, merkt bald: der Qualitätsanspruch der Leser unterscheidet nicht mehr zwischen Verlags- und Selfpublisherliteratur. Stößt ein Leser auf Unstimmigkeiten im Plot, Personenverwechslungen oder gar Rechtschreib- und Grammatikfehler, kann es böse Rezensionen geben, die den Wert eines Buches ins Bodenlose fallen lassen.

Wer sich ein qualitativ hochwertiges und damit teures Lektorat nicht leisten kann, sollte alle Register der verfügbaren Softwarelösungen ziehen und nutzen. Dazu gehören Projektplanung, exakter Plotentwurf, Personendatenbank und professionelle Rechtschreib- und Grammatikkontrolle, wie sie etwa „Papyrus Autor“ in der aktuellen Version 8 mitbringt.

Word und OpenOffice sind als klassische Bürosoftware für das Schreiben von Büchern nur sehr bedingt geeignet. Es mangelt hier an allen Planungs- und Unterstützungslösungen für Autoren.

Scrivener: das Planungs- und Textwerkzeug

Gute Planungswerkzeuge liefern Autoren-Textprogramme wie etwa „Scrivener“ für Mac und PC. Scrivener bietet eine gute Ablage für Ideen und Konzepte; die „Projekt“-Struktur, die durch das Programm regelrecht erzwungen wird, kann sowohl bei wissenschaftlichen Arbeiten als auch bei Belletristik wertvolle Dienste leisten. Entwirft man etwa einen Roman, dann wird zunächst ein Plot-Verlauf angelegt, auf Karteikarten entsteht ein Überblick über die Geschichte. Beim Schreiben selbst unterstützt Scrivener den Autor mit einer „Schreibkontrolle“, die jederzeit informiert, wie viele Worte für den jeweilen Bereich der Geschichte schon verfasst wurden. Scrivener beherrscht auch den direkten Export in das Kindle „mobi“ oder Tolino und iBookstore „ePub“ Format.

Leider ist auch bei Scrivener die Rechtschreibprüfung mäßig und Grammatikfunktionen sind nicht existent. Scrivener kann man hier für 30 Tage kostenlos testen!

Storyist: Schreiben auf Mac und iPad

Für Mac- und iPad Nutzer könnte sich ein Blick auf „Storyist“ lohnen. Diese Software leistet in etwa Ähnliches wie „Scrivener“, bringt aber auch eine App für das iPad mit. So kann ein Autor unterwegs am Roman weiterschreiben, Strukturen bearbeiten, Kapitel verschieben und Bücher planen – und dies dann über Dropbox mit dem heimischen Rechner abgleichen und dort weiter arbeiten. Auch Storyist bietet einen direkten Export eines Buches als Kindle oder Tolino Format!

Die beste Fehlerkorrektur für die deutsche Sprache bietet der „Duden Korrektor“. Vor allem bei der dort vorhandenen Grammatikkontrolle können weder Microsoft noch Apple mithalten, sowohl Scrivener als auch Storyist sind für den englischen Sprachraum konzipiert und verlassen sich bei der Rechtschreibkontrolle auf die generischen Lösungen, die die Betriebssysteme mitbringen.

Nur die deutsche Autorensoftware „Papyrus Autor“ bietet eine professionelle Rechtschreibkontrolle.

Papyrus: Planen, schreiben, korrigieren

Die deutsche Autorensoftware „Papyrus“ läuft auf Mac und PC; die Planung wird mit Datenbanken zu Personen und Orten, einem „Zeitstrahl“ und einem „Denkbrett“ unterstützt.
Mit dem Zeitstrahl lassen sich Abläufe exakt planen, das Denkbrett erlaubt eine grafische Darstellung etwa in Form einer Mindmap. Dabei können sowohl beim Zeitstrahl als auch beim Denkbrett Charaktere, Szenen und Kapitel direkt mit dem Text verknüpft werden. Verschiebt man im Zeitstrahl eine Szene um Stunden, Tage oder Jahre nach hinten, wandert der entsprechende Textbereich auf Wunsch im Schreibdokument mit.
Die Personendatenbank erlaubt die Verknüpfung von Charakteren im Dokument – auch mit unterschiedlichen Schreibweisen und Namensformen. Was jetzt nach bürokratischem Aufwand klingt, ist tatsächlich eine sehr sinnvolle Funktion, da sie Namen und Charaktere auch in größeren Projekten verlässlich zusammenhält.
Zusätzlich ist „Papyrus“ zurzeit die einzige Textsoftware, die den kompletten „Duden Korrektor“ inklusive einer (ziemlich) guten Grammatikprüfung sowie ein gut gepflegtes Synonymlexikon enthält. Zusätzlich bietet „Papyrus“ eine zuschaltbare Stilanalyse, die recht sinnvoll bei Wortwiederholungen warnt, Füllworte enttarnt und allzu komplexe Schreibweisen bemängelt.

Ein kurzer Vergleich: so funktioniert die Rechtschreibkontrolle bei Word und Papyrus:

Rechtschreibprüfung Word

Word findet weder die korrekte Schreibung von „zurzeit“ noch das fehlende Komma!

Rechtschreibprüfung Papyrus

Der gleiche Absatz bei Papyrus: Schreibfehler, Wortwiederholungen, Füllworte und das fehlende Komma werden angezeigt!

Die Oberfläche von Papyrus lässt sich komplett anpassen: Ob ein Autor lieber nur das blütenweiße Blatt vor sich sieht, oder gerne die Arbeitsoberfläche mit Merklisten, Notizzetteln und Kommentaren versieht, bleibt ihm überlassen. Genau so lassen sich Rechtschreibkontrolle, Stilanalyse und die „Lesbarkeitseinschätzung“ ein- oder ausblenden.

„Papyrus“ bietet in der aktuellen Version 8 auch eine Konvertierung von Texten in eBook-Formate. Es gibt eine Reihe von vorgefertigten Formatvorlagen für den Export in das ePub-Format von Tolino; die sehen alle recht vernünftig und sauber aus, das Inhaltsverzeichnis funktioniert. Ein solches Format für den eigenen Geschmack anzupassen ist allerdings komplex.
Export für Kindle: Dieser „mobi“-Export ist sehr generisch aber funktional. Allerdings erlaubt KDP, dass man für Kindle ein ePub-Format hochlädt, das dann von Amazon konvertiert wird. Wichtig: nach einem solchen Upload stets die „Vorschaudatei“ herunterladen und im Kindle oder Kindle-Previewer testen!

Eine ganz wesentliche Neuerung von Papyrus 8 ist, dass die Einrückungen nach Absätzen nun automatisch korrekt wie im klassischen Buchsatz erfolgen. Am Beginn eines Textes und nach einer Leerzeile gibt es keine Einrückung, nach einem einfachen Absatz schon. Das ist eine gute Nachricht für alle, die sich bisher nächtelang durch Formatvorlagen kämpfen mussten, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Buchsatz in Papyrus 8

Buchsatz in Papyrus 8

Ein wirklich nettes Hilfsinstrument von „Papyrus“ ist die Funktion „nur wörtliche Rede anzeigen“. Dann wird der Umgebungstext auf grau gestellt und die Rede hervorgehoben, man kann sich ganz auf Aussagen und Dialoge der Charaktere konzentrieren – und ganz nebenbei fällt dabei auf, ob Anführungszeichen vergessen wurden …

Nachteile von „Papyrus“: die Oberfläche folgt einer eigenen Logik – ohne Einarbeitung geht es nicht. Mit zur Zeit 179,- € ist das Programm auch nicht billig. Aber es wirkt! Auch hier gibt es eine kostenlose Testversion, die einige kleine Einschränkungen aufweist, aber zum Testen gut geeignet ist.

Als schnelles Notiz- und Planungswerkzeug eignet sich die „Writers App“ von Thomas Sillmann für iPhone und iPad: hier auf eBookBoss lesen Sie mehr über dieses günstige Autoren-Tool!

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14 Responses to Ein gutes Buch schreiben: die richtige Software gehört dazu!

  1. Laslo De Zordo 18. März 2017 at 20:19 #

    Neben Papyrus Autor gibt es noch einen sehr guten Software für Autoren,welches ich selber auch nutze. Patchwork heißt die Software,und hat genauso wie Papyrus einen sehr guten Duden Programm,mit all den guten Funktionen wie man es bei Papyrus auch schon gewohnt ist.
    Es ist in verschiedenen Varianten erhältlich,und der besondere Vorteil ist,das der Betreiber ständig zu erreichen ist,und mit Verbesserungen und Updates sich drum kümmert das es mit seinem Programm nur Spaß machen kann zu schreiben.Ich selber kann diesen Programm nur empfehlen,und liegt mit 133 Euro Vollversion inkl. Duden im Mittelbereich,und mit 98 Euro ohne Duden auch schon sehr günstig.Wem es nur darum geht zu Testen,er hat einen 30 Tage Testversion,oder für nur 20 Euro eine Version auf USB Stick.Sehr zu empfehlen.

  2. Caroline Régnard-Mayer 6. Januar 2017 at 16:11 #

    Bin ganz verwirrt bei all den vielen Schreibprogrammen!

    Ich wollte mich zwischen Scrivener und Patchwork entscheiden, jetzt bin ich doch verunsichert.
    Schrieb all meine Bücher mit Word, zurzeit mit Word 2016. Reicht mir aber nicht mehr. Ich brauche ein Schreibprogramm, das Grammatik- und Rechtschreibprüfung hat, Dudenprüfung und dass ich dann am Ende einer Lektorin/Korrektorin schicken kann. Wichtig auch, dass das Programm mit ne Stilprüfung liefert. Außerdem und das ich mir sehr wichtig, ich möchte keinen wochenlangen Kurs machen, sondern bald alles kapieren und das Programm sollte verständlich sein.
    Kann ich mein angefangenes Manuskript in die Programme importieren?

    Bitte nochmals um Hilfe – wäre sehr dankbar.

    Gruß
    Caro

  3. Gabriele 18. November 2016 at 7:41 #

    Ja, ich hab sie alle ausprobiert. Mit Word oder OpenOffice bin ich bei langen Texten schnell an Grenzen gestoßen. Dann entdeckte ich Scrivener. Ich hab es geliebt, hab jahrelang auf die App gewartet und dann … Dann hab ich gemerkt, das hier die Datensicherung absolut daneben ist. Geht nur mit Dropbox und diese hat für den Privatanwender nur noch den 99 Euro – Plan … Vergiss es!
    Papyrus Autor hab ich auch. Nehme ich allerdings nur als letzte Überprüfung. Besonders hilfreich finde ich die Zeitleiste und natürlich die Rechtschreib- und Grammatikprüfung, auch wenn dich das ständige „faules Verb“ ein bisschen demoralisiert. Was für mich hier wirklich fehlt, ist eine App, um plattformübergreifend zu arbeiten. Darum schreibe ich die Erstfassungen bisher am liebsten mit Ulysses.
    Ulysses hat keinen Schnickschnack und für mich die wichtigsten Eigenschaften: synchronisiert sofort, sichert regelmäßig und arbeitet perfekt plattformübergreifend. Wer schon mal wegen schlechter Datensicherung Texte verloren hat, weiß das sehr zu schätzen.
    Papyrus kommt danach für den Feinschliff dran.

    • Doris 20. November 2016 at 23:28 #

      Datensicherung bei Scrivener nur mit Dropbox? Das stimmt nicht. Die Sicherungsoptionen lassen sich extrem flexibel anpassen. Ich nutze z.B. dafür einen Freiaccount von Magenta Cloud. Kosten: Null Euro. Alternativ dazu geht es auch auf Festplatte, USB Stick, und die Backups können an einem komplett anderen Ort abgelegt werden, wenn man es besonders sicher haben will.
      Papyrus ist im Vergleich zu Scrivener erheblich teurer, (aktuelle Vollversion 179,-) „telefoniert“ nach Hause was die Internetverbindung betrifft und ist m.E. ziemlich sperrig.
      Wer das jährliche NaNoWriMo mitmacht, bekommt übrigens auf Scrivener vorab 20% Rabatt und als erfolgreicher Teilnehmer schlappe 50%. Da sieht Papyrus dagegen ziemlich alt aus.

  4. Sabine 13. November 2016 at 19:06 #

    Ich fahre am besten mit Word. Als Neuautor sind diese Programme verwirrend, finde ich. Habe die Demo von „Papyrus“ mal runter geladen, aber ich war komplett überfordert 😀 Später vielleicht mal.

    • Rhea Fischer 27. November 2016 at 18:39 #

      Hallo Sabine,
      da geht es mir genauso. Man muss sich auf eine ziemliche Lernkurve einstellen bei diesen „Hilfen“, da ist Word einfach besser. Darf man auch erfahren, welchen Roman Sie geschrieben haben. Beste Grüße von einer ebenfalls Neu-Autorin.

  5. Markus Schuetz 20. Oktober 2016 at 22:43 #

    Habe auch einige Autorensoftware getestet. Sogar ausführlich getestet. Und bin für mich zu dem Schluss gekommen das es nur eine wirklich gute und durchdachte Autorensoftware gibt die viel bietet und meinen Bedürfnissen mehr als 100%ig gerecht wird. Es handelt sich leider um ein Programm welches hier gar nicht erwähnt wurde. Und welches in der Anwendung und in der Funktionalität Papyrus um Längen schlägt. Wer eine wirkliche Unterstützung sucht sollte es mit Patchwork versuchen. Der „Macher“ von Patchwork ist übrigens selbst Autor. Das merkt man dem Programm an. Es ist von vorne bis hinten durchdacht. Könnte jetzt die ganzen Vorzüge hier noch aufzählen, möchte ich aber nicht. Macht euch selber ein Bild. Auf autorenprogramm.com. Dort könnt ihr euch auch eine Demo herunterladen und das Programm auf Herz und Nieren Testen.

  6. Erion 18. August 2016 at 22:16 #

    Ich kann nur Ulysses wärmstens empfehlen. Das gibt es zwar nur für Mac und iOS, aber es ist wirklich super! Ich benutze es für meinen Mac, mein iPad und mein iPhone.

    http://www.ulyssesapp.com/

  7. Brigitte 18. Juni 2016 at 16:53 #

    Hab lange gesucht nach einem Schreibprogramm. Hab sie alle von Writer bis Papyrus. Leider nix dabei was ich wirklich brauche. Hab mir wegen dem Papyrus extra eine macbook gekauft.
    Suche möglichst ne App, mit der ich alle Formate haben kann. Hier hab ich ganz gute gefunden, leider nur ab 16 Größe der Buchstaben. Wäre gut ab 10 ner Buchstabengröße.

    Entweder in e pub, geht nicht alle Formate. Irgend was ist immer nicht so wie ich das wünsche

    • Johannes
      Johannes 18. Juni 2016 at 20:54 #

      Brigitte, solche Textprogramme werden für eine große Menge an Schreibern entworfen und können deshalb nie auf alle Wünsche eines Einzelnen eingehen. Papyrus funktioniert übrigens auf Windows genau so wie auf Mac; die Schriftgrößen lassen sich IMMER frei einstellen und der Export für ePub reicht völlig aus, weil Kindle ePub beim Hochladen automatisch umrechnet.

  8. Johannes | Nischenpresse 10. Februar 2016 at 14:22 #

    Ich habe seit ein paar Monaten Papyrus und bin weiterhin begeistert. Die Stilanalyse ist einmalig auf dem Markt.

  9. riepichiep 2. September 2014 at 7:09 #

    stellt sich die frage, kann ich denn jemandem was schicken oder ausdrucken zum gegenlesen?

    Oder geht das in diesen systemen nicht / schwer?

    • Johannes
      Johannes 2. September 2014 at 10:47 #

      Hallo riepichiep, ich empfehle dazu bei den jeweiligen Programmen den Hilfebereich bei „Korrekturen“ und „Überarbeiten“ zu lesen, da hier meist sehr umfangreiche Funktionen fürs Gegenlesen und Lektorat geboten werden.

  10. Friedhelm Glaseder 22. Juli 2014 at 16:48 #

    Ergänzung: SoftMaker Office Professional (99 Euro für drei Lizenzen mit Textverarbeitung TextMaker, Tabellenkalkulation PlanMaker, Präsentationssoftware Presentations, Makrosprache BasicMaker, Outlook-Pendant eM Client 6 Professional).

    Die Textverarbeitung TextMaker hat ebenfalls den Duden Korrektor bereits installiert, man kann zusätzlich auf Duden Lexika zurückgreifen und auf ebenfalls integrierte Langenscheidt Wörterbücher. Die Oberfläche ist sehr einfach und komfortabel zu bedienen und alle Programme haben eine sehr gute Kompatibilität zu Microsoft-Office-Formaten.

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